1. GASOKOL Unternehmenszeitschrift - "Der Kollektor"



Der Kollektor


Ausgezeichnete Solaranlage von GASOKOL

Umweltpreis für HABAU


HABAU produziert vollsolar. 1.410 m2 Solarkollektorfläche von GASOKOL stellen das sicher.  Das vor über 100 Jahren gegründete Vorzeigeunternehmen setzt bei seinen neuen Fertigteilproduktionshallen zu 100 % auf Sonnenenergie mit intelligenter Bauteilaktivierung. Dafür wurde HABAU nun der Umweltpreis des Landes Oberösterreiche verliehen. 
HABAU zählt zu den Top 4 der österreichischen Bauindustrie. Die vorausschauende, global agierende Unternehmensführung spiegelt sich auch in der Energielösung für die neuen Fertigteilproduktionshallen am Standort Perg. Das Projekt ist richtungsweisend im industriellen Bereich.

HABAU ist sich seiner Verantwortung bewusst

Mit dieser innovativen Lösung spart HABAU jährlich etwa 500.000 Kilowattstunden Energie aus fossilen Brennstoffen ein und vermeidet einen CO2-Ausstoß von ca. 190 Tonnen im Jahr. HABAU übernimmt damit auch eine Vorreiterrolle im Bereich des Klima- und Umweltschutzes. Als erstes und bisher einziges Unternehmen der österreichischen Bauindustrie setzt HABAU, mit der vollsolaren Bauteilaktivierung zur Beheizung der neuen Hallen, ein sichtbares Zeichen für soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung. Jährlich werden allein am Standort Perg mehr als 35.000 m3 konstruktive Fertigteile produziert. Die HABAU GROUP beschäftigt ca. 4.300 Mitarbeiter.

Ausgezeichnet mit dem Landesumweltpreis

Für die industrielle und gewerbliche Nutzung von thermischer Solarenergie wurde das Bauunternehmen HABAU aus Perg mit dem oberösterreichischen Landesumweltpreis ausgezeichnet.

http://ooe.orf.at/news/stories/2693543/



Lebendiges CSR im KMU-Netzwerk

Wechselseitiger Fachkräftetausch zwischen GASOKOL und BAUMANN


Ein Vorzeigeprojekt im Bereich der Corporate Social Responsibility haben die beiden Mühlviertler Unternehmen GASOKOL und BAUMANN ins Leben gerufen. Der aktuellen Wirtschaftslage zufolge sind Mitarbeiterabbau und Kostenreduktionen oftmals unumgänglich. Bei GASOKOL, Österreichs ältestem Solarsystemhersteller aus Saxen, und BAUMANN GLAS, seit 1886, in Baumgartenberg, bemüht man sich gemeinsam dem entgegen zu wirken. 

Beide Unternehmen unterliegen einem saisonalen Auslastungszyklus und somit einer phasenweisen Über- bzw. Unterbeschäftigung der Produktionsmitarbeiter. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, haben GASOKOL und BAUMANN den Mitarbeitertausch im überbetrieblichen Arbeitsverbund in die Praxis umgesetzt. Die soziale und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen besteht schlussendlich auch darin, den Arbeitnehmern die Arbeitsplätze zu sichern. Im Zuge des Projektes Fairantwortliche Unternehmensführung - Implementierung von CSR Aktivitäten im Betrieb - wurde die Idee eines überbetrieblichen Mitarbeitertausches geboren. 

Sind die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen erst geschaffen, ist nur noch die Limitierung der Tauschzeiten zu beachten. Je nach saisonalem Bedarf und Arbeitsumfang können sich Mitarbeiter für einen Einsatz im überbetrieblichen Arbeitsverbund entscheiden. Dabei profitieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen, einerseits durch Arbeitsplatzsicherung und andererseits vom Erfahrungsaustausch. Am Besten funktionieren diese Maßnahmen im regionalen Nahbereich und bei guten sowie persönlichen Vertrauensverhältnissen. Der wechselseitige Respekt und die Betriebsgeheimnisse zu wahren gelten als Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Eine Mitarbeiterabwerbung ist tabu.

Die Glaubwürdigkeit gesellschaftlicher Verantwortung von Arbeitgebern wird oftmals in Frage gestellt. Es ist notwendig, diese Verantwortung nicht nur strategietheoretisch niederzuschreiben, sondern auch gezielt in die Unternehmenskultur zu integrieren. Gemessen wird Corporate Social Responsibility am Besten anhand der Auffassung von Seiten der Mitarbeiter. Sie erkennen genau, ob sich ein Arbeitgeber nur als verantwortliches Unternehmen in der Öffentlichkeit darstellt oder ob diese Verantwortung auch eine tatsächlich und täglich gelebte Realität ist. Aber auch die Mitarbeiter sind aufgefordert, mit ihrem Handeln zu einem erlebbaren CSR beizutragen. So entsteht Unternehmenskultur. Die Werte einer Organisation müssen verfassungsähnlich getragen werden. Messbare Maßnahmen sowie Ziele zur sozialen, ökologischen als auch ökonomischen Verantwortung müssen entwickelt werden. Nicht zuletzt ist der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen die Grundlage um nachhaltig Voraussetzungen für die positive Zukunft der Gesellschaft zu schaffen.

Fairantwortliche Unternehmensführung

Fairantwortliche Unternehmensführung ist ein Kooperationsprojekt zwischen GASOKOL,  BAUMANN Glas, Habau, Count IT Group und OÖ. Rotes Kreuz. Das Projekt behandelt die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und Organisationen. Diese fünf Arbeitgeber, mit zusammen mehr als 25.000 Mitarbeitern, arbeiten gemeinsam an Ideen und Maßnahmen zur konsequenten Steigerung ihrer individuellen und unternehmensübergreifenden CSR-Aktivitäten. Soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung sind für ein gesellschaftlich verantwortliches Handeln die wichtigsten Bausteine. Sie sichern Erwerbs- und Wettbewerbsfähigkeit.



Solaranlagen erzeugen Wärme. Photovoltaikanlagen machen Strom.

Die Sonne ist eine gigantische Energiequelle. Ihrer natürlichen Rolle zufolge wärmt sie uns und macht uns Licht. In nur drei Stunden liefert die Sonne soviel Energie, wie weltweit pro Jahr verbraucht wird. Diese Energie wandeln thermische Solaranlagen in Wärme und Photovoltaikanlagen in Strom um. 

Jedem System seinen Anwendungsbereich

Thermische Solaranlagen erzeugen Wärme für Heizung und Warmwasser aus Sonnenenergie. Photovoltaikanlagen erzeugen Strom aus Sonnenenergie. 

Somit hat jedes System für sich unterschiedliche Anwendungsbereiche und verschiedene Vorteile. 

Zuwenig Warmwasser aus der Steckdose

Prinzipiell könnte Solarstrom aus einer Photovoltaik-Anlage einen elektrischen Heizstab im Speicher betreiben welcher letztendlich das Speicherwasser erwärmt. Bei näherer Betrachtung ist diese Variante wenig sinnvoll geschweige denn wirtschaftlich. Eine PV-Anlage produziert elektrische Energie. Der erzielte Wirkungsgrad beläuft sich auf maximal 15 bis 20 %.

Thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung erreichen hingegen einen Wirkungsgrad von 60 bis 70 %. Allein daraus ergibt sich, dass PV-Anlagen flächenmäßig 2 bis 3 Mal größer dimensioniert werden müssten, um nur annähernd den Jahresenergieertrag von solarthermischen Anlagen zur Warmwasserbereitung zu erreichen. 

Zur Verinnerlichung 2 Beispiele

Beispiel 1 „Warmwasser“:

Im Wohnbau ist der Wärmebedarf ca. 4 bis 5 Mal höher als der Strombedarf. Das heißt, es wird viel mehr Energie für Wärme, also Heizung und Warmwasser, als elektrischer Strom für Elektrogeräte benötigt. Allein der tägliche Warmwasserbedarf in einem durchschnittlichen Haushalt mit 3 bis 4 Personen beträgt ca. 150 Liter pro Tag.  Daraus ergibt sich eine jährliche Energiemenge von über 2.500 kWh. Das entspricht in etwa 320 Liter Heizöl, nur für Warmwasser.  

Deckt man, dem Wirkungsgrad zu folge, 70% dieses Energiebedarfs, also 1.900 kWh, mit einer thermischen Solaranlage, schafft man das mit 4 bis 6 m2 Kollektorfläche.

Würde man versuchen die selbe Energiemenge, also wiederum 1.900 kWh, nur mit Photovoltaik-Modulen zu erzeugen, wäre ein Bedarf von ca. 12 m2 Modulfläche erforderlich. Das ist die doppelte Fläche für annähernd gleiche Leistung. Die PV-Anlage könnte jedoch nicht mehr zur Deckung des Haushaltstroms beitragen. Auch an guten Sommertagen würde die PV-Anlage den elektrischen Heizstab den ganzen Tag über damit beschäftigen, den Warmwasserspeicher zu beladen, noch dazu mit schlechtem Wirkungsgrad. Zudem sind auch die Anschaffungskosten einer PV-Anlage höher als jene einer thermischen Solaranlage.

Beispiel 2 „Warmwasser und Heizung“:

Eine thermische Solaranlage mit 16 m2 Fläche liefert jährlich über 6.000 kWh an Wärmeenergie und kann so ca. 35 % des jährlichen Energieaufkommens für Warmwasser und Heizung decken.

Eine Photovoltaikanlage mit gleicher Fläche liefert hingegen nur ca. 2.500 kWh an Strom. Das ist weniger als die Hälfte an Energieertrag. Nutzt man den gewonnenen Solarstrom zur Gänze um damit Wärme zu erzeugen, entspricht das letztendlich nicht mehr als 12 % des Energiebedarfs im Einfamilienhaus.

Verteilung des Energieverbrauchs im Einfamilienhaus

Die meiste Energie im Einfamilienhaus wird nicht, wie fälschlich vermutet, für Strom aufgewendet sondern für Wärme. Somit macht es auch mehr Sinn, den Fremdenergiebedarf durch eine thermische Solaranlage zu reduzieren.

Folglich sollte eine Photovoltaik-Anlage nur zur Deckung des realen Strombedarfs oder für Elektromobilität verwendet werden. Das Heizen ist einer thermische Solaranlage zu überlassen. Solarthermie ist eine seit Jahrzehnten ausgereifte, effiziente und zuverlässige Technik um Sonnenenergie im Haushalt für Heizung und Warmwasser nutzbar zu machen. Die ersten Anlagen wurden bereits in den siebziger Jahren installiert. Die meisten davon sind auch heute noch in Betrieb.

Österreichs Paradedisziplin

Österreich ist im internationalen Vergleich Vorreiter hinsichtlich Entwicklung und Nutzung von Solarthermie. Die Kollektoren werden in heimischen Unternehmen produziert und schaffen somit Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land. Insgesamt wurden in Österreich bis Ende 2013 bereits mehr als 5 Millionen m2 Solarwärmekollektoren installiert. Diese sparen deren Besitzern jährlich rund 170 Millionen Euro an Energiekosten. Zudem wird alleine dadurch der CO2-Ausstoß um eine halbe Million Tonnen pro Jahr verringert.

Moderne Baustandards und neue Speichertechnologien machen es längst zur Realität, um mit thermischen Solarlösungen bis zu 100 % des Heizwärmebedarfs zu decken. Eine thermische Solaranlage lässt sich rasch integrieren und ist mit allen herkömmlichen Energieerzeugern wie Öl, Gas, Holz und Wärmepumpe problemlos kombinierbar. Zusätzlich tragen thermische Solaranlagen zur Verlängerung der Lebensdauer des bestehenden Heizsystems bei, da Schalthäufigkeit und Betriebsstunden von Kesseln und Pumpen drastisch reduziert werden. So kann der Wärmeerzeuger im Keller monatelang pausieren und schaltet ausschließlich bei erhöhtem Wärmebedarf ein. Aktuelle Messungen an neuen Solarthermie-Anlagen zeigen, dass bereits im April, trotz noch geringerer Sonneneinstrahlung, ähnliche Erträge erzielt werden, wie in den Sommermonaten. 

Tipp: 

Solaranlagen sollten auch zur Erwärmung von Swimmingpools verwendet werden.

Die Vorteile thermischer Solaranlagen im Überblick:

Mit einer thermischen Solaranlage kann man heizen, ohne in Brennstoffe investieren zu müssen. Somit ist man unabhängiger gegenüber Preisentwicklungen herkömmlicher Heizmittel wie Öl, Gas, Holz, Pellets, etc.

In vielen Fällen führt der Einbau einer thermischen Solaranlage zu mehr Energieeinsparung als übermäßige Gebäudedämmung. 

Der jährliche Energieertrag von solarthermischen Anlagen ist um den Faktor 2 bis 3 besser als jener von Photovoltaik-Anlagen. 

Thermische Solaranlagen verfügen über eine 25 bis 30 Jahre lange Lebensdauer ohne nennenswerten Verschleiß oder Ertragseinbußen.

In Kombination mit Pufferspeichern wird Energie kostengünstig auch über mehrere Tage gespeichert (Wochenspeicher) und bei Bedarf für Warmwasser und Raumwärme abgegeben. PV-Anlagen können derzeit die elektrische Energie nur mittels spezieller und teurer Akkus speichern. Überschüsse speist man zu Billigsttarifen ins öffentliche Netz.

Größere Solaranlagen können über 75 % des jährlichen Energiebedarfes, z.B. in Einfamilienhäusern, für Raumwärme und Warmwasser abdecken.

Solaranlagen lassen sich architektonisch ansprechend in jedes Gebäude integrieren.

Thermische Solaranlagen sind für Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser, Landwirtschaft, Gewerbe sowie Industrie bestens geeignet. Also überall dort, wo Wärme benötigt wird. 

Fazit: 

Es kommt zuwenig Warmwasser aus der Steckdose. Thermische Solaranlagen erzeugen Wärme, Photovoltaikanlagen machen Strom. 

Photovoltaikanlagen sollten ausschließlich den nutzbaren Stromverbrauch von Elektrogeräten abdecken und dementsprechend optimal dimensioniert sein. Etwaige Überschussenergie muss sinnvoll verwertet werden.

Für die Beheizung von Gebäuden jeglicher Größenordnung, von Wohnbau bis Industrie, muss die thermische Solaranlage als primäres Heizsystem in jedem Objekt Einsatz finden. Erst jene Energie, die zusätzlich benötigt wird, darf ein herkömmliches Heizmittel zur Verfügung stellen. Thermische Solaranlagen sind ausgereifte Heizsysteme, die sich seit über dreißig Jahren bewähren. Immerhin verursachen allein Heizung und Warmwasser über 80 % der Energiekosten im Haushalt. 100 % solarthermisch beheizte Gebäude sind schon lange Realität, vollsolare Wärmeversorgung muss zum Standard werden.


 GASOKOL mit Sunwin Energy

GASOKOL, Österreichs ältester Solarsystemhersteller aus Saxen und Sunwin aus Pasching führen ihre Unternehmensaktivitäten zusammen. Unter dem Dach der GASOKOL GmbH bleiben beide Marken bestehen. Produziert wird 2015 ausschließlich am 17.000 m² großen Standort von GASOKOL in Saxen. Die modernen Produktionsanlagen von Sunwin werden bereits zur Jahreswende in Betrieb genommen.

Das Ziel der Integration ist, Synergien zu nutzen und beide Produktmarken für eine erfolgreiche Zukunft auszurichten. „Um die Bedürfnisse bestehender und neuer Kunden noch besser decken zu können, freut es uns außerordentlich, mit Sunwin Energy Systems einen strategischen Partner gefunden zu haben. Diese Herstellerkonsolidierung erweitert das Solarkollektor-Portfolio von GASOKOL. Dadurch profitieren unsere Kunden von jahrzehntelanger Erfahrung und den hohen Qualitätsstandards, die von beiden Seiten gleichermaßen eingebracht werden. Mit dieser synergieorientierten Unternehmensintegration schaffen wir unseren Kunden eine einzigartige Solarkompetenz für eine erfolgreiche Zukunft“ sagt Ronald Gattringer, Geschäftsführer GASOKOL. Der erhöhte Mitarbeiterbedarf für die Herstellung und den Vertrieb beider Marken wird durch die Übernahme der Fachkräfte der Sunwin Energy Systems GmbH gedeckt.

 

Führungswechsel bei GASOKOL

Ronald Gattringer übernimmt die Betriebs- und Geschäftsführung von GASOKOL

Ronald Gattringer übernimmt in zweiter Generation die Geschäftsführung bei GASOKOL. Das Familienunternehmen wurde 1981 von Erwin und Gertraud Gattringer gegründet. Als Fachgroßhändler in Österreich und als Solaranlagenhersteller mit einer jährlichen Produktionskapazität von 80.000 m2 Kollektorfläche bedient GASOKOL aktuell 20 Länder in Europa sowie die Vereinigten Arabischen Emirate mit ganzheitlichen Energiesparsystemen.

Durch die Umstellung der Produktion auf just-in-time und die Verschmelzung von GASOKOL Austria und GASOKOL International zur GASOKOL GmbH ist das Unternehmen für eine erfolgreiche Zukunft optimal aufgestellt. Der damit notwendige Ausbau des Standortes in Saxen um zusätzliche 800 m2 Lagerfläche hat bereits begonnen. Derzeit stehen über 4.000 m2 Nutzfläche für Produktion, Logistik und Büro sowie 17.000 m2 Freifläche zur Verfügung.

„Wir befinden uns am Anfang eines spannenden Solarzeitalters. Um noch rascher die Bedürfnisse der Kunden zu decken, braucht es auch die Kraft einer jungen Generation, die sich den Herausforderungen im hart umkämpften Branchenumfeld stellt“, sagt Ronald Gattringer.